Wertheim am Main - Bemerkenswertes aus der Geschichte
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1339 In der Grafschaft bereits eigene "Wertheimer Währung" bekannt. 1362 Burg und Stadt Wertheim werden unter Kaiser Karl IV. böhmisches Kronlehen. 1398 Graf Albrecht v. Wertheim besteigt den Bamberger Bischofsthron ( 1421). 1419 Einrichtung der Wertheimer Pfarrkirche nach Vorbild des Würzburger Domstifts. 1522 Graf Georg II. v. Wertheim beginnt mit Einführung der Reformation. 1556 Das Geschlecht der Wertheimer Grafen Mannesstamm erlischt . Als Landes- und Stadtherrn folgen Grafen zu Stolberg-Königstein und Löwenstein-Wertheim (bis 1806). 1617 Als erstes größeres Druckwerk am Ort entsteht der "Wertheimer Gegenbericht". 1635 Ein 10jähriger Sohn des Astronomen und kaiserlichen Mathematikers Johannes Kepler wird hier begraben. 1651 Der Chemiker Johann Rudolph Glauber richtet für Dauer eines Jahres sein Laboratorium in Wertheim ein. 1673 Der Kupferstecher Caspar Merian wählt für zehn Jahre die Stadt als Wohnsitz. Er ist Schöpfer zwei der schönsten alten Stadtansichten. 1704 Graf Maximilian Carl zu Löwenstein-Wertheim wird in München kaiserlicher Administrator für das von Habsburg besetzte Bayern. 1711 dafür in den Reichsfürstenstand erhoben. 1714 Samson Wertheimer, kaiserlicher Oberhoffaktor in Wien, stiftet Erweiterung und Ummauerung des hiesigen jüdischen Friedhofes. 1735 Das Erscheinen der "Wertheimer Bibel" erregt reichsweites Aufsehen. 1772 Beginn eigener Presse mit Wertheimer wöchentliche Anzeigen und Nachrichten. 1784 Höchststand aller überlieferten Hochwasser von Main und Tauber. 1806 Ende der eigenständigen Grafschaft Wertheim; sie fällt je zur Hälfte an Baden und Bayern. 1818 Der Nationalökonom und spätere Eisenbahnplaner Friedrich List heiratet hier. 1868 Erster Anschluß ans Eisenbahnnetz. 1882 Fertigstellung der ersten Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Main. 1904 Gründung des Historischen Vereins "Alt-Wertheim". 1949 Errichtung der Wertheimer Glashütte als Mittelpunkt neu angesiedelter, aus Thüringen abgewanderter Glasindustrie. 1952 Mit Bildung des Südweststaats gehört die Stadt zum neuen Bundesland Baden-Württemberg. 1978 Das "Staatsarchiv Wertheim" entsteht als Sammelpunkt einer reichen historischen Überlieferung. 1996 CoKom eröffnet den ersten Internet-Einwahlknoten in Wertheim. |
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Erich Langguth, Stadtarchivar i. R.